Technologie
So vielfältig wie das Frachtgut der dicken Brummis, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an die Sandwich-Elemente für LKW-Isolieraufbauten und an die Maschinen, mit denen diese Elemente hergestellt werden.
Konventionelle Pressen zur diskontinuierlichen Herstellung von Sandwich-Elementen sind der vom Markt geforderten Vielfalt unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit nicht mehr ganz gewachsen. Ihr wesentliches konstruktives Merkmal besteht darin, dass sie über eine Hydraulik angetrieben werden. Hierbei muss die Leistung des Hydrauliksystems derart bemessen sein, dass der Pressdruck auf jeden Fall größer ist als der aus der Polymerisation entstehende Schäumdruck. Will man nun auf einer solchen Presse Sandwich-Elemente mit unterschiedlichen Dicken produzieren, so ist ein zusätzliches mechanisches System erforderlich, das den Abstand der beiden Platten auf die Sandwichdicke begrenzt. Diese Systeme, die so genannte Distanzstücke verwenden, sind jedoch umständlich und störanfällig, insbesondere bei einem häufigen Wechsel der Sandwichdicken.
Die Schäumanlage von ACKERMANN Fahrzeugbau GmbH bietet eine viel elegantere Problemlösung. Die obere Druckplatte ist, wie bei herkömmlichen Pressen auch, als statisches Element fest mit dem Gestell verbunden. Die untere Druckplatte wird über Spindelhubelemente angehoben. Daraus resultiert eine absolut parallele und exakte Hubbewegung der unteren Platte. Bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, dass man die Selbsthemmung des Trapezgewindes ausnutzt, um den entstehenden Schäumdruck sicher aufzufangen. Durch diesen Trick muss im Gegensatz zu herkömmlichen Antriebssystemen keine Energie aufgebracht werden, um die untere Platte gegen den entstehenden Schäumdruck zu halten. Das heißt, die Schäumanlage erzeugt keinen Schließdruck, sondern wirkt dem Schäumdruck sicher entgegen. Dies zahlt sich vor allem bei der Produktion größerer Sandwich-Elemente aus, da lediglich die Anzahl der Spindelelemente erhöht werden muss. Dadurch verbraucht die Schäumanlage besonders bei extrem großen Elementen deutlich weniger Antriebsenergie als konventionelle Pressen, bei denen mit den Sandwich-Abmessungen auch die Leistung des Hydrauliksystems wächst.
Die untere Platte der Schäumanlage kann millimetergenau in jeder beliebigen Höhe positioniert werden. Die Plattenabstände und die daraus resultierenden Sandwich-Elementdicken sind somit automatisch einstellbar.
Neben seiner im europäischen Maßstab neuen und besonderen Antriebstechnik verfügt die Schäumanlage über weitere Konstruktionsmerkmale, die die diskontinuierliche Produktion unterschiedlichster Sandwich-Elemente sowohl flexibel als auch wirtschaftlich gestalten:
- Das Reaktionsgemisch wird mit einem "Gießrechen" auf die Fläche des unteren Deckbleches aufgetragen. Durch diese optimale Vorverteilung kann der Schaum gleichmäßig und ungehindert aufsteigen. Das Ergebnis ist eine homogene Schaumstruktur und eine gleichmamige Raumgewichtsverteilung im gesamten Element.
- Die Dosierpumpen werden aus verschiedenen Polyolbehältern versorgt, so dass Rezepturen mit unterschiedlichen Raumgewichten ohne Produktionsunterbrechung verarbeitet werden können.
- Die Formbefüllung und -schließung erfolgt in kürzester Zeit. Dies erlaubt die Verarbeitung schnell reagierender Schaumsysteme und führt zur Steigerung der Produktivität.
- Es müssen lediglich die Abmessungen des zu produzierenden Elementes eingegeben werden. Die für das Schäumen optimale Austragsleistung bestimmt die Dosiermaschine selbst.
- Einsatz unterschiedlichster Deckschichtkonstruktionen und Materialien. Es können sowohl glatte, profilierte und vormontierte Bleche als auch relativ schwere und nichtmetallische Deckschichten verarbeitet werden.



